Wichtige Akzente gesetzt: Olsberger Stadtrat verabschiedet Elisabeth Nieder

Olsberg. Zahlreiche Projekte, die in den vergangenen Jahren in der Stadt Olsberg umgesetzt worden sind, tragen auch ihre Handschrift: Elisabeth Nieder war seit 2008 als Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters an einer zentralen Schnittstelle in der Stadtverwaltung Olsberg tätig. In der jüngsten Sitzung des Stadtrates wurde sie nun aus dem aktiven Dienst verabschiedet, den sie mit Ablauf des Monats September verlässt.

Die allgemeine Vertretung des Bürgermeisters ist innerhalb einer Kommunalverwaltung in Nordrhein-Westfalen von zentraler Bedeutung. Der Allgemeine Vertreter oder die Allgemeine Vertreterin leitet die gesamte Stadtverwaltung bei tatsächlicher oder rechtlicher Verhinderung des Bürgermeisters. Zu den Aufgaben gehören – unter anderem - das operative Tagesgeschäft, personelle Grundsatzentscheidungen und die Organisation des Dienstbetriebs.

Insbesondere in den Bereichen Tourismus- und Gesundheitswirtschaft habe Elisabeth Nieder Akzente gesetzt, würdigte Bürgermeister Patrick Potthoff das Wirken seiner Vertreterin. Konzeption und Umsetzung des Generationenparks und des Kneipp Erlebnisparks sowie die Zertifizierung der Stadt Olsberg als Kneipp-Heilbad sind nur einige Großprojekte, an denen Elisabeth Nieder an zentraler Stelle mitgewirkt hat. Neben der konzeptionellen Arbeit habe besonders die Gewinnung von Fördermitteln einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass gute Ideen in der Stadt Olsberg auch zu guten Projekten für die Menschen im Stadtgebiet werden konnten.

Viel Herzblut habe Elisabeth Nieder zudem in Projekte gesteckt, die durch das LEADER-Programm der Europäischen Union gefördert wurden, so Bürgermeister Potthoff. In Zusammenarbeit mit den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern aus dem gesamten Stadtgebiet war sie eine wichtige Anlaufstelle für Beratung und Koordination zu Förderanträgen. Ebenso wurden unter der Mitwirkung von Elisabeth Nieder in der Stadt Olsberg zeitgemäße und tragfähige Strukturen für die schulische und außerschulische Bildung von Kindern und Jugendlichen geschaffen – zum Beispiel durch die Gründung der Sekundarschule Olsberg-Bestwig oder durch Modernisierung und Ausbau von Betreuungsangeboten wie der Offenen Ganztagsschule (OGS) sowie durch die moderne und digitale Aufstellung der Stadtbücherei und VHS Brilon-Marsberg-Olsberg.

Ihre Arbeit in der Stadt Olsberg sei immer nur möglich gewesen „durch das engagierte, verlässliche und vertrauensvolle Miteinander vieler Menschen“, betonte Elisabeth Nieder in ihren Dankesworten: „Ob im Rathaus, in der Touristik- und Stadtmarketing GmbH, in den Schulen, in der Bücherei und VHS, den Kindergärten, im Bauhof, bei allen städtischen Einrichtungen oder in der Zusammenarbeit mit den vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern – es war stets das Zusammenspiel vieler, das erfolgreiche Arbeit möglich gemacht hat.“ Dafür dankte sie – und gab Politik und Verwaltung der Stadt Olsberg noch einen Wunsch mit auf den Weg: „Es wäre schön, wenn wir den Blick wieder stärker auf das Positive richten würden – auf das, was gelingt, auf das, was verbindet, und auf das, was unsere Stadt trägt.“

Mit dem Ausscheiden von Elisabeth Nieder aus dem aktiven Dienst zum 30. September 2026 übernimmt ihr Nachfolger Matthias Steinhoff die Aufgabe als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.