Olsberg. Er sei ein „waschechter Sauerländer“, bekennt Matthias Steinhoff direkt zu Beginn des Gesprächs: Nun kann er andere Sauerländerinnen und Sauerländer – und zwar in der Stadt Olsberg – ins Zentrum seiner Arbeit stellen: Zum 1. September wechselt der 55-jährige Plettenberger mit Wurzeln im Winnetou-Dorf Elspe in die Dienste der Stadt Olsberg und tritt einen Monat später seine neue Aufgabe als Allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Patrick Potthoff an.
Der Rat der Stadt Olsberg hat Matthias Steinhoff jetzt – wie bei Personalangelegenheiten üblich in nicht-öffentlicher Sitzung – zum neuen Allgemeinen Vertreter bestellt. Bereits im Juni hatte der Hauptausschuss ihn zum künftigen Leiter des Fachbereichs I (Zentrale Dienste, Bildung, Sport, Freizeit) gewählt. Damit folgt er mit beiden Aufgaben auf Elisabeth Nieder, die Ende September 2026 aus dem Dienst ausscheidet.
Bislang war Matthias Steinhoff für die Stadt Plettenberg tätig – ebenfalls als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. In Olsberg könne er „noch eine Schüppe drauflegen“ so Matthias Steinhoff – das Aufgabenprofil sei mit der zusätzlichen Verantwortung für den zentralen Bereich Finanzen aber auch für die Bereiche Bildung, Tourismus und Förderung des ehrenamtlichen Engagements sehr breit gefächert: „Die Stellenausschreibung hat mich außerordentlich angesprochen.“
Die allgemeine Vertretung des Bürgermeisters ist innerhalb einer Kommunalverwaltung von zentraler Bedeutung. Der Allgemeine Vertreter oder die Allgemeine Vertreterin leitet die gesamte Stadtverwaltung bei tatsächlicher oder rechtlicher Verhinderung des Bürgermeisters. Er übernimmt das operative Tagesgeschäft, personelle Grundsatzentscheidungen und die Organisation des Dienstbetriebs.
Sein Ziel sei es, erläutert Matthias Steinhoff, die Stadt Olsberg schlank, aber auch bürgernah zu organisieren. Dazu müssten die aktuellen Strukturen und Prozesse analysiert und auch auf die Möglichkeit einer weiteren Fortsetzung der Digitalisierung geprüft werden. Auch der Ausbau des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) gehöre dazu: „Wir müssen aufpassen, dass wir bei der KI als Verwaltung nicht den Anschluss gegenüber der freien Wirtschaft verlieren.“ Dabei führe der Weg zur Digitalisierung keinesfalls an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorbei – Matthias Steinhoff: „Im Gegenteil: Wir müssen bei allen Veränderungsprozessen die Beschäftigten mit auf die Reise nehmen.“
Mit Matthias Steinhoff komme ein echter Verwaltungs-Experte in die Stadtverwaltung Olsberg, freut sich Bürgermeister Patrick Potthoff: „Ich bin der festen Überzeugung, dass er sich gut in das Team der Verwaltung integrieren wird, neue oder in seinem bisherigen Haus bewährte Impulse mitbringt und die Entwicklung der Stadt gemeinsam mit unserem gesamten Team positiv vorantreiben wird.“
Mit seinem künftigen Dienstort Olsberg hat sich Matthias Steinhoff bereits intensiv auseinandergesetzt. Die Stadt zeichne sich durch eine „hervorragende Wohn- und Lebensqualität“ aus und sei ein „starker Wirtschafts- und Tourismusstandort“. Nach der gestrigen positiven Entscheidung des Rates der Stadt Plettenberg steht einem Wechsel zum 1. September 2026 nun nichts mehr im Weg.