Kommunen, AHSK und Lobbe starten gemeinsame Kampagne: Kein falscher Abfall in die Biotonne

Windeln, Plastiktüten, Elektro-Kleingeräte: Immer wieder landen Dinge im Bioabfall, obwohl sie dort nichts zu suchen haben.



Mehrere Kommunen im Hochsauerlandkreis gehen das Problem jetzt an – zusammen mit dem Abfallentsorgungsbetrieb des Hochsauerlandkreises (AHSK) und der Lobbe Umweltservice GmbH & Co KG. Ab dem 4. Mai 2026 startet eine gemeinsame Kampagne, die Bürgerinnen und Bürger sensibilisieren soll, Abfall noch besser zu trennen. Die Aktion orientiert sich an der bundesweiten Initiative #wirfuerbio.
Der Handlungsbedarf ist groß: Durch falsche Abfälle in der Biotonne wird das Weiterverarbeiten und Verwerten erheblich beeinträchtigt. Dies führt zu steigenden Kosten und es leidet die Kompost-Qualität. Einen großen Anteil machen Plastiktüten aus. Denn viele Bürgerinnen und Bürger sammeln ihre Bioabfälle in Plastikbeuteln und werfen diese mit in die Biotonne. Doch auch kompostierbare Abfallbeutel gehören in den Restabfall, da sich diese nur sehr langsam zersetzen. Je sauberer der Bioabfall, desto besser ist das für Umwelt, Klima und Ressourcen.

Deshalb starten die Kommunen Bestwig, Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Olsberg, Schmallenberg und Winterberg eine gemeinsame Kampagne mit dem AHSK und dem Umweltdienstleister Lobbe. „Es ist wichtig Bioabfälle konsequent richtig zu trennen. Fehlwürfe erhöhen die Kosten durch den großen Aufwand beim Sortieren und Verarbeiten. Nur aus sauberem Bioabfall kann hochwertiger, gütegesicherter Kompost entstehen“, sagt Lobbe-Geschäftsführer Marcell Wiese.

Zusätzlich zur Aufklärung werden im Auftrag der Kommunen ab Juni 2026 Tonnenkontrollen durchgeführt. Haushalte erhalten bei falsch befüllten Tonnen zunächst einen Hinweis mit Informationen zur sauberen Trennung. In weiteren Kontrollrunden werden die Bürgerinnen und Bürger explizit zum Nachsortieren aufgefordert. „Die Kontrollen sind eine unterstützende Maßnahme, um Haushalte bei der richtigen Abfalltrennung aktiv zu begleiten und die Bioabfallqualität Schritt für Schritt zu verbessern“, erläutert AHSK-Betriebsleiter Lothar Thiele.

Neben dem Umwelt- und Ressourcenschutz verfolgt die Kampagne auch ein wirtschaftliches Ziel: Bleibt der Anteil falsch befüllter Biotonnen so hoch, entstehen zusätzliche Kosten – für die Kommunen und damit auch für die Bürger.

Die Beteiligten sind sich einig: Nur durch gemeinsames Handeln kann es gelingen, den Bioabfall als wertvollen Rohstoff zu erhalten und langfristig sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile für die Region zu sichern.