Im Frühjahr wird es grün in der Stadt Olsberg: Bauhof pflanzt aktuell mehr als 100 junge Bäume

Olsberg. Auch, wenn die Bäume ihr farbenprächtiges Laub nun erst einmal abwerfen: Im nächsten Frühjahr wird es grün im Olsberger Stadtgebiet. Und das sogar noch mehr als zuvor: Mehr als 100 junge Bäume pflanzt das Team des Olsberger Bauhofes aktuell im Stadtgebiet. Die Stadt Olsberg löst damit ein Versprechen ein: Jeder Baum, der in diesem Jahr gefällt werden musste, wird ersetzt.

Und sogar mehr als das: Insgesamt 90 Bäume – darunter auch mehrere ortsbildprägende Großbäume – mussten weichen, weil sie erkrankt, nicht mehr standsicher oder aus anderen Gründen eine Gefahr für Menschen oder Infrastruktur darstellten. Wenn nun 100 Bäume neu in die Erde kommen, wächst die Zahl der Bäume im Stadtgebiet sogar an. „In den kommenden Jahren und Jahrzehnten können diese Bäume wachsen und einen wichtigen Beitrag zu Ökologie und Klimaschutz leisten“, unterstreicht Bernd Pape, Leiter des Olsberger Bauhofes.

Die Baumarten selbst wurden anhand einer so genannten „Straßenbaumliste“ der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) ausgewählt – hier sind Pflanzen aufgeführt, die sich besonders für den Einsatz in städtischen Räumen eignen und sich zudem durch eine hohe Klimaresilienz auszeichnen. Neben klassischen Obstbaumsorten wie Apfel, Birne und Pflaume finden sich unter anderem Winter- und Silberlinde, Baumhasel und Bergahorn sowie Purpurerle und Spitzahorn. Insbesondere im innerstädtischen Bereich werden auch Hopfenbuchen gepflanzt: „Diese Baumart verträgt Salz besser als andere Arten – hier sollte es daher weniger Probleme mit den Notwendigkeiten des Winterdienstes geben“, erläutert Dennis Gottdang vom Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Olsberg.

Bis Mitte November sollen alle Bäume im Stadtgebiet gepflanzt sein, kündigt Bernd Pape an: „Wir haben uns extra für eine Herbstpflanzung entschieden, damit die Bäume einen besseren Start haben.“ Denn der Herbst - solange der Boden frostfrei ist - gilt als idealer Pflanzzeitpunkt für winterharte Laubbäume und wurzelnackte Obstgehölze. Der Grund: Die Erde ist noch vergleichsweise warm und erste Feinwurzeln können wachsen. Der Baum bildet über den Winter neue Wurzeln und startet im Frühjahr deutlich kräftiger. Und ein ganz praktischer Vorteil: Durch die kühlere Witterung und herbstliche Niederschläge muss weniger gegossen werden.

Das Bauhof-Team bindet die jungen Bäume stets mit zwei Pfählen an. Der Vorteil: „Gerade frisch gepflanzte Hochstämme bekommen so mehr Stabilität, als ein einzelner Pfahl bieten kann“, weiß Bernd Pape. Zum Abschluss erhalten die Stämme noch einen weißen Anstrich. Er vermindert das Risko von Frost- oder Spannungsrissen und im Sommer werden insbesondere Arten mit dünner Rinde wie Obstbäume vor „Sonnenbrand“ – fachmännisch Sommersonnennekrose genannt – geschützt.

Neben den Standorten Olsberg, Bigge, an der Gierskopp und in Antfeld erfolgen aktuell Baumpflanzungen in Bruchhausen, Elleringhausen und Wiemeringhausen.