Olsberg/Hochsauerlandkreis. Nach dem erfolgreichen Start der Bioabfall-Kampagne im Hochsauerlandkreis folgt nun der nächste Schritt: Ab Juni 2026 werden im Auftrag der Kommunen die Abfuhrunternehmen gezielte Hinweisaktionen an den Biotonnen durchführen. Beteiligt sind Bestwig, Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Olsberg, Schmallenberg und Winterberg. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger bei der richtigen Trennung von Bioabfällen zu unterstützen und die Qualität des Bioabfalls zu steigern.
Die Maßnahmen sind Teil einer gemeinsamen Initiative der Kommunen mit dem Abfallentsorgungsbetrieb des Hochsauerlandkreises (AHSK) sowie den beiden Umweltdienstleistern Lobbe und Remondis. Seit Mai informiert die Kampagne darüber, welche Abfälle in die Biotonne gehören.
Enthält eine Biotonne Störstoffe – also Stoffe, die in andere Behälter gehören – informieren die Kommunen die Bürgerinnen und Bürger. Dazu verteilen sie ab Juni gelbe Tonnenanhänger bzw. Informationsschreiben mit konkreten Tipps zur richtigen Befüllung an die Haushalte. Die Hinweise direkt vor Ort helfen bei einer sauberen Abfalltrennung im Alltag.
„Die Hinweisaktionen informieren und schaffen Orientierung. Im Fokus steht, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Qualität des Bioabfalls dauerhaft zu steigern und einen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz zu leisten“, sagt AHSK-Betriebsleiter Lothar Thiele.
„Nur korrekt befüllte Biotonnen ermöglichen eine effiziente Verarbeitung zu hochwertigem Kompost. Je sorgfältiger Bürgerinnen und Bürger den Bioabfall trennen, desto besser lässt er sich zu Kompost verarbeiten und als wertvoller Naturdünger auf landwirtschaftlichen Flächen einsetzen“, ergänzt Lobbe-Geschäftsführer Marcell Wiese.
In die Biotonne gehören Küchenabfälle, wie Obst- und Gemüsereste, gekochte Speisen, Brot und Backwaren, Eierschalen, Kaffeesatz und Teebeutel. Auch Gartenabfälle, wie Laub, Gras- und Strauchschnitt, Pflanzen sowie Laub und Nadeln kommen in die Biotonne. Immer wieder landen fälschlicherweise aber auch Plastiktüten bzw. kompostierbare Abfallbeutel, Windeln, Hygieneartikel, Glas, Metall oder sogar Elektrogeräte in der Biotonne. Ausschließlich organische Materialien lassen sich in Kompostieranlagen effizient verwerten und in den Wertstoffkreislauf zurückführen.
Eine sorgfältige Trennung bringt klare Vorteile für alle Beteiligten: Sie ermöglicht eine hochwertige Verwertung, sichert die Qualität des Komposts und hilft, zusätzliche Kosten zu vermeiden. Jede korrekt befüllte Biotonne leistet damit einen direkten Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz.