Grundschule Bigge: Stadt Olsberg stellt Weichen für Sanierung und Neubau eines OGS-Gebäudes

Bigge/Olsberg. Die Stadt Olsberg stellt die Weichen für eine Sanierung der Martinus-Grundschule in Bigge sowie den Neubau in Modulbauweise für ein Gebäude, das künftig die Offene Ganztagsschule (OGS) beherbergen soll. In der Sitzung des Ausschusses Planen und Bauen gab Richard Köhler vom Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung jetzt Auskunft über den aktuellen Sachstand.

Hintergrund: In der jüngsten Sitzung des Stadtrates hatten die Bürgervertreterinnen und -vertreter einen „Vorratsbeschluss“ für diesen Weg gefasst – unter der Voraussetzung, dass die – angemieteten - Räume des früheren Kindergartens Sonnenschein nicht mehr für die OGS-Unterbringung genutzt werden dürfen. Darüber besteht inzwischen Klarheit: Ein Gutachten hat klar bestätigt, dass die früheren Kindergarten-Räume aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen nicht dauerhaft für den OGS-Betrieb geeignet sind – unter anderem, weil die Deckenhöhen zu niedrig sind.

Die Stadt Olsberg will deshalb für die Sanierung des Bigger Schulgebäudes nun „Nägel mit Köpfen“ machen. Nachdem nun mit dem Grundsatzbeschluss die künftige Kubatur des Gebäudes feststeht, soll noch in diesem Jahr mit der Planung einer neuen Heizungsanlage begonnen werden, so Richard Köhler. Ziel ist dann der Einbau des neuen Heizsystems vor der Heizperiode 2027/28. Bereits gestartet ist die Ausschreibung der LED-Beleuchtung für die Gebäudebereiche, die noch über eine „alte“ Beleuchtung verfügen. Ziel ist, die Beleuchtung noch in diesem Jahr zu erneuern. Auch die bauphysikalischen Berechnungen für die Fassadendämmung und Dämmung der obersten Geschossdecke im Altbau sollen kurzfristig durchgeführt werden.

Die Dämmung der Fassaden und der außenliegende Sonnenschutz sollen bis Anfang 2027 geplant werden. Die Umsetzung könnte dann in drei Bauabschnitten bis zum Jahr 2029 erfolgen. Das Vordach des südlichen Schulhofes wird parallel dazu geplant und nach Beendigung der Dämmmaßnahmen in dem Fassadenabschnitt realisiert. Als letzter Baustein folgen die Außenanlagen.

Mehrere Projektbausteine sollen dann – Schritt für Schritt – von den Ausschussmitgliedern beraten und entschieden werden – so zum Beispiel die Erneuerung des Heizungssystems, die Außendämmung oder die Umgestaltung der Außenanlagen mit neuem Spielgeräten. Mit rund 3,8 Mio. Euro Gesamtkosten für die Gebäudesanierung rechnet die Stadtverwaltung bis zum Jahr 2029.

Parallel zur Sanierung soll die OGS ein eigenes Gebäude erhalten. Vorgesehen ist ein Neubau in Modulbauweise, der künftig die Räume für die ganztägige Betreuung der Grundschulkinder aufnehmen soll.

Für den Neubau wird die Stadtverwaltung kurzfristig einen Änderungsantrag für die bereits bewilligten Fördermittel aus dem Programm „Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter“ stellen. Bewilligt sind bislang Fördermittel in Höhe von 496.593 Euro.

Als nächster Schritt wird die Stadt Olsberg das Raumprogramm für das neue OGS-Gebäude erarbeiten. Die Beratung dazu ist für die Sitzung des Ausschusses für Bildung, Sport, Freizeit am 2. Dezember 2026 vorgesehen.

Parallel dazu sollen verschiedene Möglichkeiten für die Positionierung des Neubaus untersucht werden. Auch eine Optimierung des Gebäudevolumens steht dabei auf der Agenda. Ziel ist es, die räumlichen Anforderungen der OGS mit einer möglichst funktionalen und wirtschaftlichen Lösung zu verbinden. Bis etwa Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 sollen anschließend sämtliche Details für eine funktionale Ausschreibung des Neubaus festgelegt werden.

Mit dem neuen OGS-Gebäude wird auch die Verkehrssituation rund um die Martinus-Grundschule erneut in den Blick genommen. Die Stadt Olsberg wird die Situation kurzfristig prüfen. Insbesondere soll untersucht werden, wie der Martinusweg durch die zusätzlichen Anforderungen, die mit dem Neubau verbunden sind, weiter „entschärft“ werden kann.

Damit werden an der Martinus-Grundschule zwei miteinander verbundene Projekte konkret: Die bestehende Schule soll energetisch und baulich Schritt für Schritt aufgewertet werden, gleichzeitig soll mit dem neuen OGS-Gebäude eine dauerhafte und geeignete Lösung für die ganztägige Betreuung geschaffen werden.