Feuerwehrhaus Antfeld: Neue Entwurfsplanung sorgt für spürbar sinkende Projektkosten

Antfeld. Nächstes Etappenziel für Umbau und Erweiterung des Feuerwehrhauses Antfeld: Einstimmig haben jetzt die Mitglieder des Ausschusses Planen und Bauen die Entwurfsplanung für das Gebäude beschlossen – und als nächsten Schritt den Auftrag für die Genehmigungsplanung an das Architekturbüro Frank Reuter in Engelskirchen erteilt.

Hintergrund: Im vergangenen Herbst hatte Architekt Reuter dem Ausschuss einen überarbeiteten Vorentwurf für das Feuerwehrhaus vorgestellt. Das Ziel: Die Gesamtkosten für das Projekt sollten reduziert werden. Mit Erfolg: Mit der jetzt beschlossenen Entwurfsplanung würden die Kosten auf rund 870.000 Euro sinken – nach anfangs geschätzten 1,3 Mio. Euro.

Möglich wird das vor allem, weil eine ursprünglich geplante Vergrößerung des Gebäudes um einen Lager- und Werkstattraum – in Abstimmung mit der Löschgruppe Antfeld – wegfällt. Da zudem die Anschaffung eines Hygieneanhängers für die Gesamtfeuerwehr der Stadt Olsberg beschlossen worden ist, konnten auch die Anforderungen an eine Schwarz-Weiß-Trennung im Gebäude reduziert werden.

Konkret soll das derzeitige Bestandsgebäude zur Trennung der Nutzungsbereiche umgebaut sowie um geschlechtergetrennte Umkleide- und Sanitärbereiche erweitert werden. Zudem werden eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie eine Dachflächen-Photovoltaikanlage eingebaut; das vorhandene Gas-Brennwertgerät verbleibt als Spitzenlastkessel. Die Wärmeverteilung selbst erfolgt über eine Fußbodenheizung. Dazu werden eine interne Brandmeldeanlage sowie eine Abgas-Absauganlage eingebaut. Das alles, betont Architekt Reuter, sind Vorgaben aus der DIN 14092, die technische Richtlinie für den Bau von Feuerwehrhäusern ist.

Bei Ausschussmitglied Mattias Ernst, gleichzeitig Ortsvorsteher von Antfeld, stießen die Planungen auf Zustimmung: „Die Feuerwehr würde sich freuen, wenn das so umgesetzt werden kann.“ Ausdrücklich würdigte er die enge Abstimmung der Entwurfsplanung mit der Löschgruppe Antfeld.

Wermutstropfen: Risikozuschläge für eventuelle Preissteigerungen sind in der Kostenaufstellung nicht enthalten. Durch die weltpolitisch ausgelösten Unsicherheiten sehe es derzeit aber eher nach tendenziell steigenden Kosten aus, so Frank Reuter. Dass man weitere Abstriche an den Planungen machen könne, wiesen aber sowohl er wie auch Mattias Ernst zurück. „Mit Abspecken sind wir jetzt am Ende“, betonte Frank Reuter – letztlich müssen die Vorgaben der DIN 14092 für Feuerwehrhäuser eingehalten werden.

Dennoch tritt der Ausschuss mit Blick auf die Kostenentwicklung auf die Bremse: Die Mitglieder beschlossen zunächst lediglich, die Genehmigungsplanung für das Projekt zu erstellen – also Erarbeiten und Zusammenstellen aller Unterlagen, die für den Bauantrag erforderlich sind. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, gleich vier Leistungsphasen bis hin zur Bauüberwachung zu beschließen. Nach der weiteren Konkretisierung der Planungen sollen sie nun wieder Thema in einer der nächsten Ausschusssitzungen werden.