Olsberg. Mehr als 100 neue Bäume wird das Team des Olsberger Bauhofs im kommenden Winterhalbjahr im Olsberger Stadtgebiet pflanzen. Darüber informierten Dennis Gottdang vom Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung sowie Bernd Pape, Leiter des Bauhofs, jetzt die Mitglieder des Ausschusses Planen und Bauen.
Damit werden sogar mehr neue Bäume gepflanzt, als im vergangenen Winter gefällt werden mussten. 90 Bäume – darunter auch mehrere ortsbildprägende Großbäume – mussten weichen, weil sie erkrankt, nicht mehr standsicher oder aus anderen Gründen eine Gefahr für Menschen oder Infrastruktur darstellten. Konkreter Anlass für den Bericht zum Baumpflanzungen war jetzt ein Antrag der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen zur Bewertung und Entwicklung des Baumbestandes.
Bei der Auswahl und Platzierung der Bäume werde besonders auf die jeweiligen Standortbedingungen geachtet, so Dennis Gottdang. Die Baumarten selbst werden anhand einer so genannten „Straßenbaumliste“ der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) ausgewählt – hier sind Pflanzen aufgeführt, die sich besonders für den Einsatz in städtischen Räumen eignen und sich zudem durch eine hohe Klimaresilienz auszeichnen. Die „Straßenbaumliste“ hilft Städten und Gemeinden dabei, Straßenbäume zu finden, die mit dem Stadtklima und dem Klimawandel zurechtkommen – zahlreiche Baumarten und -sorten werden dabei nach Größe, Lichtbedarf und Eignung für den Straßenraum bewertet.
Neben Pflanzungen In Olsberg, Bigge, an der Gierskopp und in Antfeld sollen Baumpflanzungen im kommenden Winter in Bruchhausen, Elleringhausen und Wiemeringhausen erfolgen.
Überrascht zeigten sich die Ausschussmitglieder zudem über Art und Umfang des städtischen Baumkatasters, das Dennis Gottdang in der Sitzung des Gremiums vorstellte. Mehr als 8.500 Bäume im Stadtgebiet werden in dieser Liste digital erfasst, katalogisiert und bewertet. Neben einem nach Orten und Straßen geordneten Raster zu Standort und Baumart werden dabei auch Zustand des Baumes und durchgeführte Pflegemaßnahmen erfasst – und jeder einzelne Baum mit einer „Schulnote“ bewertet – die sich im Rahmen der halbjährlichen Begutachtungen auch ändern kann. Ebenso werden Baumzustand, Schäden oder Erkrankungen per Foto dokumentiert, um Änderungen nachvollziehen zu können.
Künftig wird die Stadtverwaltung den Mitgliedern des Ausschusses Planen und Bauen einmal jährlich über die Fortentwicklung des Baumbestands im Stadtgebiet Bericht erstatten.