Sechs Feuerwehrhäuser nicht mehr zeitgemäß: Büro schlägt Neubauten und Zusammenlegungen vor

25.05.2022

Olsberg. Sechs Feuerwehrhäuser müssten neu gebaut werden, zwei umgebaut und erweitert. Nur ein einziges Gebäude kann so belassen werden. Das ist das Fazit einer Bestandsaufnahme der Feuerwehrhäuser aller Löschgruppen im Stadtgebiet von Olsberg. Architekt Frank Reuter von der Firma LÜLF+ Sicherheitsberatung GmbH stellte die Analyse in der Sitzung des Ausschusses Planen und Bauen vor.

Beurteilt wurden die Fragen, inwieweit die Feuerwehrhäuser den geltenden Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschriften, den Vorschriften für Arbeitsstätten und den baulichen Vorschriften für Feuerwehrhäuser entsprechen. Das Ergebnis: Aufgrund einer Vielzahl von Mängeln (etwa beim Arbeitsschutz) sowie der nicht möglichen Ausweisung der notwendigen Pkw-Stellplätze im Umfeld der bisherigen Gebäude der Neubau von sechs Feuerwehrhäusern empfohlen wird. Betroffen sind die Löschgruppen Assinghausen, Bruchhausen, Brunskappel, Elleringhausen, Gevelinghausen und Wulmeringhausen. Bei den Feuerwehrhäusern Antfeld und Wiemeringhausen können die Mängel durch An- und Umbauten beseitigt werden. Für Antfeld sind bereits im laufenden Haushalt Finanzmittel im Budget der Gebäudewirtschaft bereitgestellt. Das Feuerwehrhaus Elpe wurde erst kürzlich saniert. Dort besteht kein Handlungsbedarf.

Das Büro LÜLF+ schlägt vor, die Standorte Bruchhausen und Elleringhausen an einem gemeinsamen Standort zusammenzulegen und dafür einen Neubau mit vier Fahrzeugstellplätzen zu errichten. Auch die Standorte Assinghausen und Wulmeringhausen sollten – so Architekt Frank Reuter - an einem gemeinsamen Standort zusammengelegt werden, dafür sollte ebenfalls ein Neubau mit drei bis vier Fahrzeugstellplätzen gebaut werden.

Über eine mögliche Zusammenlegung von Löschgruppen müsste der Rat der Stadt Olsberg entscheiden. Der Wehrführer der Stadt Olsberg hat sich jedoch bereits gegen eine Zusammenlegung von Löschgruppen ausgesprochen.

Der endgültige Ratsbeschluss zu den Feuerwehrgerätehäusern soll in der Sitzung des Rates am 23. Juni 2022 gefasst werden. Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, das Thema zur weiteren Beratung in die Fraktionen zu verweisen und dann in der nächsten Ratssitzung erneut zu beraten.

Neu gebaut werden soll nach dem Brand auch das Feuerwehrhaus des Löschzugs Bigge-Olsberg. Der Ausschuss hatte die Verwaltung bereits mit der Suche eines geeigneten Baugrundstücks zum Neubau beauftragt. Für diesen Neubau sei von einem Kostenvolumen von 6 bis 7 Millionen Euro auszugehen, erklärte Bürgermeister Wolfgang Fischer. Pro Löschgruppe schätze man die Kosten auf etwa 1,5 Millionen Euro. Fischer: „Es handelt sich um ein großes Paket mit hohen Investitionen in den kommenden Jahren von insgesamt 16,5 bis 18 Millionen Euro.“

 
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