Umgang mit Corona-Pandemie: Stadt Olsberg und heimische Gewerbetreibende im Dialog

22.03.2021

Videokonferenz
Im Gespräch: Bürgermeister Wolfgang Fischer und Marco Sudbrak, Leiter des Fachbereichs Bür-gerservice, öffentliche Ordnung, Soziales, diskutierten in einer Videokonferenz mit Gewerbetreibenden aus der Stadt Olsberg.

Olsberg. Ein veränderter Alltag ist die eine Seite der Corona-Pandemie – für Gewerbetreibende, Einzelhändler und Gastronomen gibt es noch eine andere: Bereits seit Monate gelten in vielen Bereichen deutliche Einschränkungen für den Betrieb ihrer Geschäfte. Um über die Möglichkeiten der neuen Corona-Schutzverordnung zu informieren, aber auch, um über die aktuelle Lage ins Gespräch zu kommen, hatte die Stadt Olsberg zu einer Videokonferenz eingeladen.

Knapp 15 Gewerbetreibende nahmen das Angebot an, sich mit Bürgermeister Wolfgang Fischer und Marco Sudbrak, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice, öffentliche Ordnung, Soziales, über die aktuelle Situation auszutauschen. Wolfgang Fischer: „Wir versuchen, im Rahmen der Möglichkeiten zu helfen.“ Gerade für Anlieger der Innenstadt in Olsberg sei die Situation eine Herausforderung: Durch die baulichen Maßnahmen des Zentrenkonzepts, um die Innenstadt weiterzuentwickeln und noch mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen, habe es über mehrere Jahre spürbare Beeinträchtigungen gegeben. Nun, nach Ende der Maßnahmen, bringe die Corona-Pandemie weitere Einschränkungen. Bürgermeister Fischer lud die Betroffenen ein, sich über die Möglichkeiten, welche die Corona-Schutzverordnung für ihre Geschäfte zulässt, im Rathaus individuell beraten zu lassen.

„Wir gucken, was – im Rahmen der aktuellen Regelungen - machbar ist“, unterstrich auch Marco Sudbrak. Dabei gelte es allerdings auch, das Ziel der Corona-Schutzverordnung zu beachten: Kontakte zu minimieren, um so die Gefahr einer Infektion zu senken. Marco Sudbrak: „Wir sind gehalten, die Erlasslage konsequent umzusetzen, jedoch immer mit Augenmaß.“ Bürgermeister Wolfgang Fischer erwartet, dass es bis zu einem normalen Geschäftsbetrieb „wohl noch dauern wird.“ Gleichzeitig äußerte er sein Unverständnis darüber, dass es einerseits „volle Ferienflieger“ gebe, andererseits aber weiter strenge Einschränkungen im Alltag.                             

Keine Prognose wagte Tina Mettner, ob es unter der Regie der Fachwelt Olsberg in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt geben könne: „Im Moment sehe ich es eher nicht.“ Bei unsicheren Perspektiven sei der organisatorische Aufwand für solch eine Veranstaltung enorm: „Man müsste eigentlich jetzt damit anfangen.“ Wolfgang Fischer machte das Angebot, von städtischer Seite mit „ins Rad zu packen“, wenn sich doch Möglichkeiten ergeben sollten.

Dem Wunsch der Einzelhändler nach noch mehr Information möchte die Stadtverwaltung nachkommen: Infos zur jeweiligen Erlasslage werden auf der Homepage der Stadt Olsberg in der Rubrik „Corona aktuell“ eingestellt. Die Möglichkeiten zur Kontaktnachverfolgung werde man stets neu bewerten – zum Beispiel mit Blick auf die viel diskutierte „Luca-App“. Marco Sudbrak: „Wichtig ist, dass es eine funktionierende Nachverfolgung gibt.“ Auch die Präsentation von Waren vor der Geschäft sei in Zeiten von „Click and meet“ wieder erlaubt – Marco Sudbrak: „Die Geschäfte sind ja im Grundsatz mit Einschränkungen geöffnet.“ Und auch, wenn die Zahlung der Gewerbesteuer kurzfristig Probleme bereite, sei ein Dialog mit dem Team der Stadtverwaltung sinnvoll, betont Wolfgang Fischer: „Da sind wir jederzeit ansprechbar – und wir finden auch Lösungen.

Wolfgang Fischer dankte den Gewerbetreibenden für eine gute Einhaltung der Regeln – und für ihre kreativen Ideen, die vielfach einen – teilweisen - Geschäftsbetrieb unter Einhaltung des Infektionsschutzes möglich machen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Stadt Olsberg in den vergangenen Monaten Gutscheine der Fachwelt Olsberg für insgesamt mehrere Tausend Euro als Präsente für Gratulationen, Jubiläen etc. „auf den Weg gebracht habe“. Jeder und jede könne einen Beitrag leisten: „Kauft vor Ort, nutzt die Gastronomie vor Ort“, ist sein Appell an die Bürgerinnen und Bürger.

Dem Wunsch der Einzelhändler, Gastronomen und Handwerker nach mehr Austausch will die Stadt Olsberg auch künftig nachkommen: Für Anfang April ist eine weitere Videokonferenz mit den heimischen Gewerbetreibenden geplant. Wolfgang Fischer: „Auch das persönliche Gespräch zu individuellen Fragen ist immer möglich – kommen sie auf uns zu.“

 

 
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