Benedikt Abel leitet Schule an der Ruhraue: "Erfüllende Arbeit" mit vielen Herausforderungen

16.03.2021

Schulleiter
Benedikt Abel ist kommissarischer Leiter der Schule an der Ruhraue in Bigge. Foto: Schule an der Ruhraue

Olsberg. Seine Arbeit nennt Benedikt Abel „sehr erfüllend“: „Wenn man morgens in die Schule kommt, die Räume erfüllen sich mit Lachen und Leben – das macht Spaß, man bekommt soviel zurück“, schwärmt der 55-Jährige. Seit Anfang Dezember ist er kommissarischer Leiter der Schule an der Ruhraue in Bigge. Begeistert ist er von der Atmosphäre: „Die Schülerinnen und Schüler bringen einem ihre bedingungslose Freude entgegen.“ Wenn er nach der Arbeit heimfährt, zu seiner Frau, zwei Kindern und Hund am Möhnesee, denkt er oft: „Das war ein schöner Tag – wenn man die Schülerinnen und Schüler strahlen sieht, mitbekommt, dass sie neben dem Lernen auch Spaß haben und gerne zur Schule kommen.“

Besonders schätzt er an der Förderschule „das Arbeiten im Team, das gemeinsame Lösen von Problemen“. Die Lage der Einrichtung direkt in der Ruhraue schätzt der Schulleiter sehr: „Das ist wunderschön – nicht nur für die Pausen, auch für den naturwissenschaftlichen Unterricht.“ Sehr angetan ist Benedikt Abel auch von der Einbindung der Schule in den Ort Bigge und die Stadt Olsberg: „Es ist sehr angenehm, wie bemüht alle sind, die Schule zu unterstützen.“

Nach fast zehn Jahren Arbeit als Krankenpfleger, bei der er auch die Arbeit mit behinderten Menschen kennenlernte, entschied sich Benedikt Abel zum Studium in Dortmund: Sonderpädagogik für körperlich-motorische Entwicklung und geistige Entwicklung reizte ihn – vor allem „wegen der Verquickung von Medizin und Pädagogik“. Die Fächer Physik, Chemie, Biologie und Geologie wurden seine Schwerpunkte. Nach dem Referendariat in Hemer war die Karl-Preising-Schule in Bad Arolsen die nächste Station. Zehn Jahre lang war er dann an einer Förderschule in Werl als Konrektor tätig.

Als Schwerpunkt seiner Arbeit sieht der 55-Jährige aktuell die Digitalisierung der Schule: „Glasfaser liegt schon, aber jetzt steht noch die Ausstattung der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Schülerinnen und Schüler an. Die Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht wird uns auf Dauer begleiten“, erklärt der Sonderpädagoge.

Gerade in der Förderschule ist Corona ein großes Thema: „Unsere Schülerinnen und Schüler zählen zur Hochrisiko-Gruppe. Wir gehen supersensibel damit um. Das Kollegium wird zwei Mal pro Woche getestet, hoffentlich bald auch unsere Schülerinnen und Schüler.“ Mit dem Schulstart werden auch die Klassen wieder halbiert und sind wochenweise abwechselnd in der Schule oder zu Hause: „Mit diesem Wechselmodell haben wir ganz gute Erfahrungen gemacht.“

Einige kleinere Baustellen sieht Benedikt Abel, der in seiner Freizeit begeisterter Wassersportler ist, in den Räumlichkeiten: „Die Schule ist ein bisschen in die Jahre gekommen – aber das sind eher Kleinigkeiten.“ Die größere Herausforderung sieht er darin, Nachfolger für Lehrerinnen und Lehrer zu finden, die in den Ruhestand gehen: „Junge, dynamische, interessierte Kolleginnen und Kollegen mit ins Boot zu holen, ist schwierig.“ Das aber sei wichtig, um auf Dauer die Qualität der Arbeit zu sichern, betont der 55-Jährige.

 
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