Offene Ganztagsschulen: Arbeit an Raumkonzept läuft

Olsberg. Die Arbeit an einem pädagogischen Raumkonzept für die Offenen Ganztagsschulen der Stadt Olsberg läuft. In der jüngsten Sitzung des Stadtrates informierte Bürgermeister Wolfgang Fischer über einen Zwischenstand, nachdem Experten des Büros „Schulhorizonte“ die Betreuungsmöglichkeiten in den drei städtischen Grundschulen „unter die Lupe genommen“ haben.

Hintergrund: Im Juni hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, ein gemeinsames und nachhaltiges Bildungs- und Raumkonzept für die drei Offenen Ganztagsschulen anzustoßen. In einem ersten Gespräch mit dem Team des Fachbüros im August wurden Problemstellungen und Ziele für die Zukunft der Offenen Ganztagsschulen besprochen; im September dann fand eine Bestandsanalyse  in den Grundschulen statt. Neben den Schulleitungen wurden dabei auch Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Kollegien, Elternschaft, Schulsekretärinnen und Hausmeistern geführt. „Das beauftragte Büro hat alle Beteiligten mitgenommen“, lobte Jeannette Friedrich (CDU) – gleichzeitig danke sie insbesondere den Schulkollegien für ihre engagierte Mitarbeit.

In einer ersten Einschätzung kommt das Fachbüro zu dem Schluss, dass die Grundschulstandorte Olsberg und Bruchhausen gut aufgestellt sind – wenn denn in Bruchhausen die Erweiterungspläne umgesetzt werden und an beiden Standorten die Klassenräume „multifunktional“ für den Ganztag genutzt werden. Das Fazit der Fachleute: „Die Standorte Bruchhausen und Olsberg können für die ganztägige inklusive Bildung, Erziehung und Betreuung aller Kinder durch architektonische Optimierungen sowie neue Ausstattungen ertüchtigt werden.“

Mehr Platzbedarf wird dagegen an der Bigger Martinusschule gesehen: „Der Flächenmehrbedarf von ca. 200 Quadratmetern kann mit den zu kleinen Räumlichkeiten der Bildungswerkstatt nicht gedeckt werden. Gebäudetechnisch und stadtplanerisch ist zu prüfen, welche Erweiterungsoptionen am Standort bzw. welche Standortalternativen bestehen.“ Die Fachleute empfehlen hier, Überlegungen für ein Zukunftskonzept – und eine Übertragung in ein Raumnutzungs- und Ausstattungsprogramm – zu konkretisieren. Ein erster, halbtägiger Workshop dazu soll Ende Oktober stattfinden. Bis dahin soll auch ein ausführlicher Bericht der Bestandsanalyse vorliegen.

Bürgermeister Fischer würdigte das schnelle Vorgehen bei der Arbeit an dem pädagogischen Raumkonzept. Gleichzeitig verwahrte er sich gegen Gerüchte, die Stadt Olsberg wolle mit dem Verkauf einer Teilfläche der Bigger Martinusschule „Fakten schaffen“: An entsprechenden Aussagen sei „überhaupt nichts dran“. Der Auftrag des Stadtrates an die Verwaltung sei da sehr eindeutig. Es gelte, zunächst das pädagogische Raumkonzept abzuwarten. Auch bei Gesprächen mit der Elisabeth-Klinik – der möglichen Käuferin der Grundschul-Teilfläche – solle eben dieses Raumkonzept berücksichtigt werden.  Wolfgang Fischer: „Vorher oder zwischendurch wird niemand etwas verkaufen.“

 
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