Erfolg für erste gemeinsame Ausbildungsbörse: 105 Aussteller informierten über 150 Berufe

Erfolg für erste gemeinsame Ausbildungsbörse: 105 Aussteller informierten über 150 Berufe

Olsberg/Brilon. Zufriedene Aussteller, interessierte Schülerinnen und Schüler, begeisterte Organisatoren: Die erste gemeinsame Ausbildungsbörse Brilon-Olsberg in der Briloner Schützenhalle war ein voller Erfolg. „Es war eine goldrichtige Entscheidung, für beide Städte eine solche Veranstaltung ins Leben zu rufen. Mit 105 Ausstellern sind wir die größte Ausstellungsbörse im HSK“, erklärte Oliver Dülme, Wirtschaftsförderer der Stadt Brilon, der die Börse gemeinsam mit Karina Wallmeier von der Stadt Olsberg auf die Beine gestellt hat. „Ich bin überrascht von der Resonanz“, räumte Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer ein, „das ist ein tolles Forum heute.“

900 Schülerinnen und Schüler aus sieben Schulen konnten sich vormittags über 150 verschiedene Ausbildungsberufe und zahlreiche duale Studiengänge informieren. Nachmittags war die Börse dann für alle Interessenten geöffnet – auch da war der Andrang groß. Oliver Dülme lobte die hervorragende Kooperation mit den Schulen aus Brilon, Olsberg und Willingen: „Wir durften die Börse sogar in den Schulstunden vorstellen.“

Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer stellte die Bedeutung der Wirtschaftsregion Brilon-Olsberg in den Fokus: „Wir haben hier innovative Unternehmen, die sich weltweit in Produkten wiederfinden. Wir haben Weltmarktführer in Olsberg und Brilon – und das bietet für Jugendliche auch die Chance, international Erfahrungen zu machen.“  Das sei vielen nicht bekannt: „Sauerländer Firmen klotzen nicht gern, sie sind eher bescheiden.“ Durch die Ausbildungsbörse könne die Region auch deutlich machen: „Wir haben viele tolle, auch kleine, innovative Unternehmen. Da eine Ausbildung zu machen – das wäre doch etwas.“

 

Der Arbeitsmarkt sei vielfältiger denn je: „Wir bieten für alle etwas – und auch das Drumherum stimmt“, so Wolfgang Fischer. Doch der demografische Wandel verschone auch die Region nicht: „Auch wenn es in bestimmten Altersgruppen eine Rückbesinnung in die Heimat gibt. Wir sind nicht die Boom-Region. Wir müssen etwas tun und trommeln.“

Reinhold Huxoll, Beigeordneter der Stadt Brilon, erklärte, nicht nur die weltweit agierenden Firmen aus der Region, sondern auch die Gastronomie zum Beispiel habe erkannt, dass sie qualifizierte Mitarbeiter und somit Auszubildende benötige. Ziel der Börse sei „das Zusammenführen von Suchenden und Anbietenden“: „Das wird heute ein großer Erfolg werden“, freute er sich mit Blick auf die umlagerten Stände in der Schützenhalle.  Oliver Dülme berichtete, im kaufmännischen Bereich sei die Besetzung von Lehrstellen kein Problem, doch im Handwerk, im gewerblichen Bereich, in Gastronomie und Pflege werde es immer schwieriger, geeignete Interessenten zu finden. Doch: „Die Firmen haben gemerkt, dass sie etwas tun müssen.“

Auch die beiden Kommunen als Ausbilder waren mit einem gemeinsamen Stand vor Ort. „Wir möchten ausbilden“, so Elisabeth Nieder, allgemeine Vertreterin des Olsberger Bürgermeisters. Die Situation hat sich erheblich geändert: „Wir haben auch nicht mehr waschkörbeweise Bewerbungen. Früher hatten wir über 100 Bewerbungen, heute nur noch 30 bis 40“, ergänzte Bürgermeister Wolfgang Fischer, „es wird schwieriger Nachwuchs zu finden. Dabei können wir fast jedem Auszubildenden anbieten, dass er nach der Lehre übernommen werden kann.“

Ein besonderes Angebot war das Speeddating für angehende Auszubildende und Ausbilder: In kurzen Gesprächen konnten sich die Interessenten informieren und vorstellen. Kennenlernen im Schnelldurchlauf – und mit Nutzen auch für neun Firmen, die noch Lehrstellen für 2018 frei haben. „Die Kontaktaufnahme klappt auf diesem Weg tatsächlich unkompliziert“, so Oliver Dülme.

 

 
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