Ausbildung und Beruf: Infos aus "erster Hand" für junge Zuwanderer in Olsberg

Ausbildung und Beruf: Infos aus "erster Hand" für junge Zuwanderer in Olsberg

Integration
In Gesprächen mit den Vertretern von Behörden, Bildungseinrichtungen und Unternehmen konn-ten sich die jungen Flüchtlinge in Olsberg über die Perspektiven für Aus- und Weiterbildung sowie Beruf informieren.

Olsberg. Großes Interesse, jede Menge Fragen - und noch mehr Perspektiven: Dass der Informationshunger der jungen Flüchtlinge in Sachen Ausbildung und Beruf so groß sein würde, hatten wohl auch die Aktiven der Flüchtlingshilfe „Welcome to Olsberg“ und des Kommunalen Integrationszentrums HSK nicht erwartet. Gemeinsam hatten sie zu einem Info-Nachmittag ins Olsberger Rathaus eingeladen - und stießen auf eine riesige Resonanz.

Mehr als 70 Flüchtlinge im Alter von 17 bis 27 Jahren, die im Olsberger Stadtgebiet untergebracht sind, nutzten die Möglichkeit, einen ersten Einblick in schulische sowie berufliche Ausbildung oder Vermittlung in den Arbeitsmarkt zu nehmen. Dazu waren sechs Stände im Sitzungssaal des Rathauses aufgebaut, die sich jeweils mit verschiedenen Aspekten von Ausbildung und Beruf beschäftigten. Die VHS Brilon-Marsberg-Olsberg, das Unternehmen Moveo und der Internationale Bund informierten über Sprach- und Integrationskurse, das Berufskolleg Olsberg stellte seine Angebote vor - ebenso wie die anderen Berufskollegs im HSK. Auch der „Integration Point“ der Arbeitsagentur und das Jobcenter der Stadt Olsberg waren vertreten - hier gab es Infos zur Anerkennung von Schulabschlüssen, zu Bewerbungstrainings oder freien Ausbildungsstellen.

Das Kommunale Integrationszentrum des HSK suchte mit den jungen Flüchtlingen das Gespräch über die Voraussetzungen für eine berufliche Ausbildung oder die Zulassung zum Studium, aber auch zu praktischen Fragen wie Finanzierung, Fahrkarten und Ausbildungstests. Und Vertreter des Flüchtlingsrates stellten das deutsche sowie das syrische und afghanische Schulsystem gegenüber.

In Kleingruppen von je sechs Personen - begleitet von je einem Begleiter aus den Reihen der Olsberger Flüchtlingshilfe - hielten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Viertelstunde lang an jedem Stand auf, bevor zur nächsten Station gewechselt wurde. Eine kurze Zeit - aber genug, um interessierte Gespräche zu führen und einen Eindruck zu gewinnen, welche Perspektiven und Möglichkeiten sich ergeben.

Die Fachleute aus Behörden, Schulen und Institutionen freuten sich über das große Interesse der jungen Leute - und waren überrascht, mit welch guten Deutschkenntnissen die Flüchtlinge in den Gesprächen bereits aufwarten konnten. Dies, so Jeannette Friedrich von der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe „Welcome to Olsberg“, zeige die hohe Motivation, welche die jungen Menschen vielfach mitbringen. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass das Informationsforum nur ein erster Schritt auf dem Weg zur beruflichen Integration der Flüchtlinge sein kann: „Die Veranstaltung dient dazu, Informationen zu vermitteln und erste Kontakte zu knüpfen.“  Angesichts des großen Interesses bei den jungen Menschen sei man von Seiten der ehrenamtlichen Helfer aber überzeugt, dass die nun begonnene Vernetzung von Bildungsträgern, Arbeitgebern und jungen Menschen Früchte tragen werde.

Dieser Meinung schließt sich auch Bürgermeister Wolfgang Fischer an, der gleichzeitig das große Engagement der ehrenamtlichen Helfer um die Koordinatoren Heinrich Mandel und Jeannette Friedrich würdigt: „Hier bietet sich ein großes Potenzial - zum einen für die jungen Menschen, die zu uns kommen, zum anderen aber auch für die Stadt Olsberg insgesamt.“ Die intensive Zusammenarbeit von Behörden, Ausbildern, Unternehmern und nicht zuletzt den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zeige, dass man sich auf einem guten Weg befinde, um dieses Potenzial „zu heben“.

 
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