Spielen macht Schule - und Kinder schlau

Spielen macht Schule - und Kinder schlau

Olsberg. Spielend lernen - für Kinder ist das geradezu eine „Spezialität". Sprach- und Lesekompetenz, Sozialverhalten, Kommunikation, Konzentration, Auge-Hand-Koordination und logisches Denken: All das fördern Jungen und Mädchen im Spiel - ganz nebenbei macht „spielend lernen" auch noch einen Riesenspaß. Und Spielen macht Schule - ganz besonders in der Stadtbücherei Olsberg.

Gemeinsam haben die Stadtbücherei Olsberg und ihre Bildungspartner, die Grundschulen der Stadt Olsberg, im Rahmen des Wettbewerbs „Spielen macht Schule" die Ausstattung für ein Spielzimmer gewonnen. Immerhin mehr als 60 Spiele im Wert von etwa 1.600 Euro sind  in der Stadtbücherei nach und nach von Sponsoren eingetroffen. Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb vom Verein „Mehr Zeit für Kinder" in Zusammenarbeit mit dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm (ZNL). „Spiele sind eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel. Im Gehirn prägt sich besonders gut ein, was über mehrere Sinne hineingelangt", sagt Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Neurologe und Gründer des ZNL.

Diese großartige Chance wollten sich die Stadtbücherei Olsberg und die Grundschulen nicht entgehen lassen. Gemeinsam haben sie ein Konzept für das freie Spielen für Grundschüler entwickelt. Dabei soll Spielen für die Grundschüler jeden Alters zu einem besonderen und schönen Erlebnis werden. Deshalb findet das „Spielzimmer" auch ausdrücklich außerhalb des schulischen Bereiches seinen Platz - im Erlebnisraum Stadtbücherei.

Die Stadtbücherei wird dabei zum Bindeglied zwischen den Kooperationspartnern. Sie stellt ansprechende Räume zur Verfügung und überwacht Ausgabe und Rücknahme der Spiele. Die Vorteile einer solchen Lösung liegen für Petra Böhler-Winterberg, Leiterin der Stadtbücherei, klar auf der Hand: „Die Stadtbücherei ist für alle Projektteilnehmer jederzeit erreichbar. Außerdem koordiniert sie Raumnutzung sowie Spieleausgabe und überprüft die Spiele für ein langes Leben regelmäßig auf Vollständigkeit." Die Stadtbücherei übernimmt die Logistik, die Schulen die Betreuung der Spielstunden durch Lehrpersonal oder engagierte Eltern oder Großeltern. Petra Böhler-Winterberg: „Durch das Einbinden von ehrenamtlichen Kräfte wird zusätzlich das generationenübergreifende Spielen gefördert und der besondere Stellenwert der Spielstunde unterstrichen."

Damit die Spiele den Kindern möglichst lange Freude bereiten, musste das Team der Stadtbücherei unter tatkräftiger Unterstützung der Schulen zunächst alle Spielanleitungen kopieren, die Spielteile in Inhaltslisten eintragen, die Spielkartons mit Folie versehen und alles in der EDV erfassen. Eine Übersicht der Spiele können die Lehrer der Bildungspartnerschulen und alle Interessierten ab sofort auf der Homepage http://www.olsberg.de/_rathaus/bildung/stadtbuecherei/index.php  im Online-Katalog der Stadtbücherei  unter dem Quicklink "Spielen macht Schule" einsehen.

Die mühsamen und zeitaufwändigen Vorbereitungen sind jetzt abgeschlossen. Nun steht dem Spielspaß nichts mehr im Wege. Immer montags an den Vormittagen und donnerstags ab 13.00 Uhr können die Schulen nach Absprache das Spielzimmer nutzen. Petra Böhler-Winterberg: „Wir möchten mit Spaß die Lust am Spiel wecken und damit das spielerische Lernen fördern. Für die Kinder ist freie Zeit heute kostbar, Zeit zum Spielen eher selten. Wir wollen deshalb besonders das genussvolle Spielen in einer ansprechenden Atmosphäre ermöglichen." Spielen macht nicht nur Spaß, Spielen macht schlau und Spielen macht Schule - jetzt auch in Olsberg!

 
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