Kneipp Erlebnispark Olsberg

 
Gefördert wird die Maßnahme durch Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen – Infrastrukturrichtlinie sowie durch Zuwendungen im Rahmen des EFRE-Programms NRW 2014 – 2020.

"Kneipp mit allen Sinnen erfahren" - das wird im Kneipp-Erlebnispark möglich, der in den kommenden Jahren in Olsberg und Bigge entsteht.

Durch das Projekt entsteht eine generationenübergreifende, barrierefreie, zum Teil witterungsunabhängige erlebnisorientierte Grünachse im Zentrum des Kneipp-Heilbades Olsberg.

Der Kneipp Erlebnispark wird die innerstädtischen Grünanlagen weiterentwickeln und verbinden - gleichzeitig ist der Park ein weiterer Baustein für eine attraktive und zukunftsfähige Stadt Olsberg.

Zum Durchbruch für das Projekt wurde im Februar 2017 der Förderbescheid des Landes NRW über rund 1,7 Millionen Euro. Das entspricht einer Förderquote von 80 %.

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Kneipp-Erlebnispark: Stadtrat entscheidet am 13. September über Detailplanung und Kosten

Presseinfo vom 10. September 2018

Olsberg.
Die Planungen für den künftigen Kneipp-Erlebnispark in Olsberg und Bigge gehen in den "Schlusspurt": Die Mitglieder des Ausschusses Planen und Bauen informierten sich jetzt über die detaillierten Ausführungsplanungen. Voraussichtlich am Donnerstag, 13. September, wird der Stadtrat dann eine endgültige Entscheidung über die Ausführung treffen – bevor 2019 die eigentliche Umsetzung erfolgt.

Hintergrund: Mit dem Projekt verbindet die Stadt Olsberg ihre innerstädtischen Grünanlagen zu einem modernen Erlebnispark, der in verschiedenen Stationen die Elemente der Kneippschen Lehre in moderner Form aufnimmt. Anfang 2016 hatte die Stadt Olsberg mit diesem Konzept einen NRW-weiten Wettbewerb gewonnen – und sich damit Fördergelder in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro gesichert, die eine Umsetzung des Kneipp-Erlebnisparkes überhaupt erst ermöglichen.

In der Folge hatten – nach einer notwendigen europaweiten Ausschreibung – zwei Planungsbüros das Konzept in fertige Detailplanungen "gegossen". Am Haus des Gastes zum Beispiel soll ein Platz für Kommunikation entstehen – mit Info-Point und Armbecken. Zum "Olsberg-Eck" wollen die Planer die Landschaftsspitze im Mündungsbereich des Gierskoppbachs in die Ruhr ausbauen: Die beiden Brücken, die von Nord- und Südseite zusammentreffen, sollen zu einem Platz geöffnet werden, von dem aus über eine Treppenanlage das Wasser erreicht werden kann.

Das Areal des früheren Minigolfplatzes wird zum "Lernort Kneipp": Hinter einer Liegewiese sollen entsprechend der Kneippschen Säulen Kräuter und Ernährung im vorderen Bereich Kräuterbeete angelegt werden. Ein Pavillon könnte zum Ausgangspunkt für Führungen werden. Weiter führt der Weg in den hinteren Bereich der Anlage wo – symmetrisch angeordnet – Bäume mit alten Obstsorten wachsen sollen.

Der Kneipp-Park Dr. Grüne steht im Konzept des Kneipp-Erlebnisparks für "Balance und Wasser". Ein kleiner Platz soll – von der Westseite kommend – das Gelände öffnen und an einen Teich angrenzen, der vom Wasser aus der Gierskopp gespeist wird. Abgetrennt davon soll ein neues Tretbecken angelegt werden. Ein besonderer Akzent wird zudem im Bereich der Bigger Ruhrauen gesetzt werden, wo eine 28 Meter lange bogenförmige Brücke zum westlichen Wendepunkt des Kneipp-Aktivweges werden soll, der die einzelnen Stationen verbindet.

Auf Basis der Detailplanungen haben die beauftragten Büros nun eine genaue Kostenberechnung erstellt. Ergebnis: Gegenüber der ersten – groben – Kostenschätzung aus dem Jahr 2015, die auch Bestandteil der Projektbewerbung war, haben sich Mehrkosten von rund 580.000 Euro ergeben, rechnete Hubertus Schulte, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung, vor. Hauptursachen dafür: Die damalige – ungenaue - Kostenschätzung, allgemeine Kostensteigerungen, die sich seit 2015 ergeben haben, sowie zusätzliche Bestandteile, die in die Planungen aufgenommen worden sind.

Gemeinsam mit den Planungsbüros hat die Stadtverwaltung daraufhin untersucht, wie Einsparungen umgesetzt werden können, ohne dass das Projekt seine Gesamtkonzeption verändert. Ergebnis: Die Mehrkosten, so die Stadtverwaltung, könnten um knapp 200.000 Euro verringert werden. Zum Beispiel könnte die Freitreppe, die den Platz am Haus des Gastes mit dem Generationenpark verbindet, wegfallen. Auch der "Lernort Kneipp" könnte insgesamt kleiner werden; auch beim "Sprung über das Wasser" und der Brücke in Bigge sind Einsparungen denkbar.

Die Überschreitung des eingeplanten Budgets würde sich damit auf etwa 380.000 Euro reduzieren, so Hubertus Schulte. Möglich seien natürlich weitere Einsparungen – etwa der Verzicht auf das "Olsberg-Eck" und Plexiglas-Elemente an der Brücke in den Bigger Ruhrauen. Auch ein Pavillon am "Lernort Kneipp" könnte weniger hochwertig als geplant ausgeführt werden. Allerdings: Bei allen Einsparungen müsse man darauf achten, dass das Projekt seinen Gesamt-Charakter nicht verändere – sonst könne unter Umständen sogar die Förderfähigkeit komplett wegfallen.

Die Ratsfraktionen wollen nun über die Planungen weiter beraten. In ersten Stellungnahmen betonten sie jedoch die hohe Bedeutung des "Olsberg-Ecks" für das Gesamt-Projekt. Der höhere Eigenanteil sei äußerst schmerzhaft, fasste Bürgermeister Wolfgang Fischer zusammen: "Aber er steht in keinem Verhältnis zum Mehrwert, den wir mit dem Kneipp-Erlebnispark erzielen." Thema ist der Kneipp-Erlebnispark wieder in der Sitzung des Stadtrates am Donnerstag, 13. September. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Rathaus und ist öffentlich.
 
 

Kneipp-Erlebnispark: Einstimmiger Rückhalt für Pläne

Presseinfo am 23. Mai 2018

Olsberg. Nächster Schritt für noch mehr Möglichkeiten für Freizeit, Gesundheit und Erleben in Olsberg: Einstimmig hat der Olsberger Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, für den künftigen Kneipp-Erlebnispark eine Genehmigungs- und Ausführungsplanung zu erstellen. Voraussichtlich bis Mitte August könnten die entsprechenden Planungen abgeschlossen sein; ab Dezember 2018 soll es dann an die bauliche Umsetzung gehen.

Basis dafür sind die Entwurfsplanungen, die Ernst Bauermann vom Büro RiehlBauermann Landschaftsarchitekten jetzt den Mitgliedern des Stadtrates vorgestellt hat. Zuvor hatten Stadtverwaltung und Fachplaner die Entwürfe bereits in einer öffentlichen Bürgerversammlung präsentiert – zahlreiche Anregungen seien seitdem in die Planungen aufgenommen worden, so Bürgermeister Wolfgang Fischer. So wird am Haus des Gastes die Zufahrt klarer strukturiert, am Kurpark Dr. Grüne sollen direkte Sichtbeziehungen dafür sorgen, dass die Möglichkeiten einer sozialen Kontrolle verstärkt werden. Und für die Brücke in den Bigger Ruhrauen schlagen die Planer vor, dass die Rückseite statt 2,60 Meter nur maximal 1,90 Meter hoch sein wird. Vorteil: Im Umfeld der Brücke gibt es dann eine bessere Sicht in die Ruhrauen und auf Bigge.

Zentrale Idee des Kneipp-Erlebnisparks: „Die Gesamt-Entwicklung des städtischen Freiraums“, so Ernst Bauermann. Neben einer bestmöglichen Aufenthaltsqualität werden sich darin auch an vielen großen und kleine Stellen die Lehren des legendären „Gesundheitspfarrers“ Sebastian Kneipp widerspiegeln – zum Beispiel am „Lernort Kneipp“, wo unterfahrbare Kräuterbeete und eine Wiese mit alten Obstbaumsorten entstehen sollen. Der Mündungsbereich des Gierskoppbachs in die Ruhr wird zum „Olsberg-Eck“ aufgewertet, an dem man über eine Platzanlage und elf Stufen die beiden Gewässer erreichen kann – „ein Ort mit einem ganz besonderen Flair“, so Ernst Bauermann. Ein neues Podest öffnet dabei den Blick für den weiteren Flussverlauf der Ruhr in Richtung Westen.

Vor dem Haus des Gastes entsteht eine Platzanlage, die zum modernen und stilvollen „Entree“ zum Kneipp-Erlebnispark wird und über eine Freitreppe auch eine Anbindung zum Generationenpark schafft. Auch einen barrierefreien Zugang wird es – wie bislang auch – an dieser Stelle geben.

Eine besondere Bedeutung komme ebenfalls dem Kurpark Dr. Grüne zu, der in seinen Grundzügen noch von Dr. August Grüne, einem Schüler Kneipps, angelegt worden ist. Der historische Baumbestand wird hier einerseits mit einem Tretbecken sowie dem renaturierten Gierskoppbach kombiniert, andererseits aber auch mit einer Platzanlage und Ruhebereichen. Besonderheit: Auch das Tretbecken ist barierefrei zu erreichen – Wolfgang Fischer: „Damit kann es wirklich von allen Park-Besucherinnen und –Besuchern genutzt werden.“ Ein außergewöhnlicher Akzent entsteht im Bereich der Bigger Ruhrauen, wo eine 28 Meter lange bogenförmige Brücke zum westlichen Wendepunkt des Kneipp-Aktivweges wird. Das Geländer aus Palisadenelementen fokussiert mit schmalen Blickdurchlässen die Aufmerksamkeit. Auf der Ostseite – in Blickrichtung Ruhrauen und Bigge – sind die Palisaden dagegen nur 65 Zentimeter hoch. Aufgesetzt wird eine 35 Zentimeter hohe gebogene Acrylglasscheibe. Sie soll in bestimmten Bereichen  mit den Abbildungen von Tier- und Pflanzenarten bedruckt werden, die in den Ruhrauen vorkommen. Die Absenkung wird es sowohl Kindern wie auch Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, Einblicke aus einer besonderen Perspektive ermöglichen.

Einstimmig gaben die Ratsmitglieder Fachplanern und Verwaltung Rückhalt für diese Entwurfsplanungen – verbunden mit dem Hinweis, die Kostenentwicklung genau im Auge zu behalten. Mit insgesamt 2,1 Euro an Kosten rechnet die Stadt Olsberg für das Großprojekt – 80 Prozent davon werden aus EU-Mitteln gefördert. Nach bisherigem Stand fallen rund 95.000 Euro an Mehrkosten an – man werde nach Wegen suchen, „das wieder reinzuholen“, so Bürgermeister Wolfgang Fischer.

Ausgestellt sind die Entwurfsplanungen zum Kneipp-Erlebnispark übrigens im Olsberger Rathaus – hier können sich Interessierte während der üblichen Öffnungszeiten informieren. Zu sehen sind die Pläne zudem unter www.olsberg.de im Internet.

 
 
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