Behinderten-Interessen-Vertretung in der Stadt Olsberg (BIV Olsberg)

Behinderten-Interessen-Vertretung in der Stadt Olsberg (BIV Olsberg)

Kernstadt mit allen Ortsteilen

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Unsere Ziele:

Stadt Olsberg - Schritt für Schritt barrierefreier

Bei der Gründung der BIV Olsberg  im Jahr 2009 haben die Mitglieder ihre Arbeit  unter folgende Leitgedanken gestellt:

  • die Benachteiligung von Menschen mit Behinderung zu beseitigen und zu verhindern
  • gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten
  • ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen
  • das Klima zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu verbessern

Bisherige konkrete Umsetzung der Ziele:

  • Mitplanung der 5 barrierearmen Wanderwege in und um Olsberg, Anbringung von Rettungspunktschildern (Notrufnummern), Flyer mit Karte
  • Regelmäßige Kontakte zu Behörden wie Stadtverwaltung (Bauamt), Kreisverwaltung (Straßenbauamt), Straßen NRW zwecks Beratung bei behindertengerechten Ausbauten von Straßen und Wegen wie Querungshilfen, Blindenleitsystem, induktive Ampelanlagen etc.
  • Kontakte zu DB-Netz in Münster und zu dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Westfalen-Lippe, um günstige Bedingungen für die Mobilität der Menschen mit Behinderung am Olsberger und Bigger Bahnhof zu erreichen
  • Motivieren und Beraten der Inhaber von Geschäften und Beherbergungsbetrieben sowie der Leiter der öffentlichen Einrichtungen, um Verbesserungen für Menschen mit Behinderung zu erzielen wie schwellenlose Zugänge, automatische Türöffner, großzügige Umkleidekabinen, behindertengerechte Bäder etc.
  • Durchführung von Plakataktionen und eines Verkehrssicherheitstages mit dem Ziel, die Menschen mit Behinderung für die Teilnahme im Straßenverkehr sicherer zu machen (siehe ausführlichen Bericht unten!)
  • ...
 

Kontakte zur BIV Olsberg:

Öffentliche Versammlungen 2018 im Multifunktionsraum des Aqua Olsberg
um 18.00 Uhr:

                                           
13. März
26. Juni
11. September
27. November



Persönlicher Kontakt:
Helmut Drechsler

(1.Vorsitzender der BIV Olsberg)

Leipziger Straße 15

59939 Olsberg

Tel.: 02962 - 1645

E-Mail: hm.drechsler@online.de

 
Blitzmarathon als Aktionstag für die Verkehrssicherheit

BIV-Olsberg nutzt den Tag zur Schulung „Sehen und gesehen werden"

Es ist keine Frage des Lebensalters sondern der Aufmerksamkeit, die der Verkehrssituation geschuldet  wird.  Unter dem Motto „Sehen und gesehen werden" fand in Olsberg eine dreiteilige Veranstaltung für Kinder und erwachsene Menschen im Rollstuhl statt. Die Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen (BIV) in der Stadt präsentierte in Kooperation mit der Verkehrswacht Brilon und der örtlichen Polizei ein umfangreiches Angebot.

Verkehrswacht in der Schule an der Ruhraue

In einem abgedunkelten Raum der Schule an der Ruhraue wurde in spielerischer Form erkundet, was bei Dämmerung oder Dunkelheit nicht hinreichend zu sehen ist. Mit Begeisterung haben die Kinder reflektierende Gegenstände gesucht, sowie eine „Modenschau" mit Sicherheitsbekleidung durchgeführt. Spezielle Videofilme der Verkehrswacht, die von Bernd Henne sachkundig kommentiert wurden, zeigten Kinder im Straßenverkehr mit und ohne Leuchtmittel. Großes Erstaunen kam auf, als die Kinder sahen was ein Autofahrer aus zweihundert, hundert oder zwanzig Metern wahrnehmen kann.  In jedem Fall war die Überraschung groß, als die Szenen aufgelöst wurden.  Beeindruckt von diesen Versuchen waren alle Schülerinnen und Schüler bereit für die Geschwindigkeitsmessung an der Bruchstraße eine Warnweste zu tragen.


 
Schüler aktiv beim Blitzmarathon

 Mit der Digitalanzeige der Stadt Olsberg wurde den Autofahrern kurz vor der Abfahrt zum Kindergarten die gefahrene Geschwindigkeit gespiegelt. Kurz darauf war die Verwunderung groß, als auch die Fahrer vom Polizisten Raphael Pavan angehalten wurden, die sich an die Geschwindigkeit in der Zone 30 gehalten hatten. Bei diesen bedankten sich die Kinder mit einer Tafel Schokolade und lobten sie für rücksichtsvolles Verhalten. Wer schneller unterwegs  war wurde trotz Blitzmarathon nicht zur Kasse gebeten, sondern erhielt ebenfalls von den Kindern eine gelbe Karte mit der Bitte doch mehr Rücksicht zu nehmen und nicht schneller als erlaubt zu fahren.  Diese erstmalige Aktion in Olsberg löste bei  allen Beteiligten großes Verständnis und Freude über den süßen Lohn aus. Eine Fahrerin gab die Schokolade an die Kinder zurück mit dem Kommentar: „Esst ihr die Schokolade, ich bin schon dick genug und fahre auch ungesüßt vorsichtig"! Bei 105 Messungen in einer Stunde lautete das Fazit, etwa die Hälfte  aller Autos waren zu schnell unterwegs. Die Spitzengeschwindigkeit lag in dieser Zeit allerdings unter 50 Km/h.  Diese ist in dieser Zone gefährlich hoch, weil dort Kindergarten-  und Schulkinder die Bruchstraße ohne Zebrastreifen überqueren müssen.

 
 

Rollstuhlfahrer zeigten bei der Schulung im Josefsheim großes Interesse

Am Nachmittag konnten in zwei Veranstaltungen 160 Personen im Josefsheim geschult werden, da sie eigens dafür von der Arbeit freigestellt waren. Wie schon bei den Kindern lösten auch hier die Verkehrsvideos großes Erstaunen aus.

Eigens von der BIV ausgedruckte „Verkehrsregeln für Rollstuhlfahrer"  bekam jeder Teilnehmer der Veranstaltung  ausgehändigt. Das große Repertoire an Reflektoren und Warnwesten der Verkehrswacht reichte so gerade aus die Nachfrage zu bedienen. Bleibt zu hoffen, dass diese Veranstaltung nachhaltig wirkt, die Verkehrsteilnehmer im Rollstuhl sich regelgerechter  verhalten und mit Reflektoren oder Warnwesten deutlich sichtbar machen. Helmut Drechsler hatte als Sprecher der BIV in der Stadt Olsberg am Ende allen Grund,  sich bei den Aktiven für  diesen gelungenen Tag zu bedanken.

 

 
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