Olsberger Hilfe-Punkte signalisieren Kindern: "Wir helfen dir"

Olsberger Hilfe-Punkte signalisieren Kindern: "Wir helfen dir"

Olsberg. Sie haben ein offenes Ohr und weit offene Arme für Kinder: Der Olsberger Hilfepunkt ist ein Zeichen für Kinder, dass sie dort, wo der Punkt an der Tür klebt, Menschen finden, denen sie vertrauen können, die sich für ihre Sorgen und Nöte interessieren, die ihnen sofort und ganz konkret helfen wollen. In Geschäften in der Kernstadt sowie in Assinghausen, Bruchhausen und Elleringhausen, im Rathaus, der Stadtbücherei und im Aqua Olsberg sind bisher 15 Olsberger Hilfe-Punkte ausgewiesen. Erkennbar am Logo mit Smiley, Schwimmreifen und Pflaster.

„Das Projekt Olsberger Hilfe-Punkte ist ein weiterer Baustein auf unserem Weg zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt Olsberg - denn nur eine Stadt mit Familien und Kindern hat Zukunft", sind sich Bürgermeister Wolfgang Fischer und Helmut Schmücker, Vorsitzender der Fachwelt Olsberg, einig. Die Partner des Projekts sind sorgfältig ausgewählt. Sie verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, sich an die Handlungsempfehlungen der Stadt zu halten, verschwiegen zu sein und auch dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter über den Umgang mit Hilfe suchenden Kindern Bescheid wissen.

Es sind nicht die großen Katastrophen, für die die Olsberger Hilfe-Punkte eine Anlaufstelle sein sollen. Schon die kleinen Dinge, die ein Kinderleben belasten können, sind Anlass genug, dort Unterstützung zu suchen. Im Faltblatt zu der Aktion heißt es: „Bist du traurig oder hast Angst? Wirst du geärgert oder verfolgt? Hast du deine Fahrkarte oder dein Geld verloren? Hast du dich verletzt, verlaufen oder brauchst aus einem anderen Grund Hilfe? Dann komm rein! Wir helfen dir."

Die Hilfe-Punkte  sind von den Projektpartnern sorgfältig ausgewählt worden und haben eine Handlungsempfehlung an die Hand bekommen. Wichtigster Punkt bei allen Sorgen und Nöten von Kindern: „Ruhe bewahren und Sicherheit vermitteln", sagt Familienmanagerin Jutta Maas von der Stadt Olsberg. Gutes Zuhören, Nachfragen, warum das Kind Hilfe sucht - und ganz wichtig: „Das Anliegen sollte ernst genommen werden, auch wenn es für einen Erwachsenen geringfügig erscheint", betont die Initiatorin des Projekts. Erste Hilfe ist in den meisten Fällen nicht aufwändig: Trost spenden, Taschentuch reichen, Pflaster reichen, ein Glas Wasser anbieten - das reicht meist schon. Kann das Kind seinen Weg nicht alleine fortsetzen, bieten die Hilfe-Punkte ein Telefonat mit den Eltern oder der Schule an, bieten eine Zuflucht, bis der Junge oder das Mädchen abgeholt wird.

„Das Projekt richtet sich vor allem an die Kindergartenkinder, die bald in die Schule kommen, an die Grundschulkinder sowie an Schüler des fünften und sechsten Schuljahres", erklärt Jutta Maas. Aber auch behinderten oder älteren Menschen signalisiert der Aufkleber, dass sie dort um Hilfe bitten können.

Die Kindergärten informieren die künftigen Schulkinder bereits jetzt über die Olsberger Hilfe-Punkte. Das Thema wird auch in die Verkehrserziehung und Schulwegübung mit einbezogen. Für die Schülerinnen und Schüler der ersten bis sechsten Klasse gibt es die Informationen als Faltblatt nach den Sommerferien.

Ansprechpartnerin im Rathaus in Olsberg ist Familienmanagerin Jutta Maas, Tel. (02962) 982207.

 
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